Gruppentherapie
Gruppentherapie
Zu unserem umfassenden therapeutischen Angebot gehört neben Einzel- und Paartherapie auch Gruppentherapie.
In unseren Gruppen schaffen wir einen geschützten, professionell begleiteten Rahmen, in dem sich Betroffene gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können.
Dabei orientieren wir uns konsequent an aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und setzen auf einen strukturierten, transparenten und wirksamen Behandlungsansatz, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.
Derzeit bieten wir an unseren verschiedenen Standorten folgende psychotherapeutische Gruppen an:
Wenn Sorgen nicht mehr loslassen
Gruppentherapie bei ständigen Sorgen, andauernder Anspannung und generalisierter Angststörung
Diese Gruppe richtet sich an alle, die unter ständigen oder schwer kontrollierbaren Sorgen sowie andauernder Anspannung leiden oder bei denen eine generalisierte Angststörung (GAS) diagnostiziert wurde.
Viele Betroffene berichten, dass sich ihre Gedanken schnell zu langen „Sorgenketten“ entwickeln, oft ohne dass sich dadurch tatsächlich Lösungen ergeben. Das ständige Grübeln kann Schlaf, Konzentration und damit die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Die Gruppe soll Ihnen dabei helfen, Ihre Sorgen zu identifizieren, typische Muster zu erkennen und neue Strategien zu entwickeln, um sich im Alltag wieder sicherer und handlungsfähiger zu fühlen.
Mehrwert der Gruppentherapie
- Sie stellen fest, dass Sie nicht allein sind. Viele Sorgenmuster ähneln sich stärker, als man denkt – die geteilten Erfahrungen mit anderen Betroffenen wirken häufig entlastend.
- In der Gruppe lassen sich Expositionsübungen, kognitive Strategien und Entspannungsverfahren besonders anschaulich und alltagsnah trainieren.
- Sie profitieren von vielfältigen Perspektiven der anderen Teilnehmer und lernen voneinander. Die persönlichen Erfahrungen und Blickwinkel erweisen sich dabei oft als besonders hilfreich.
- Mehr Motivation durch die Struktur, Orientierung und gegenseitige Unterstützung in der Gruppe – für viele eine große Hilfe, um dranzubleiben.
Auch für Patienten, die bereits in Einzeltherapie sind, ist die Gruppe eine wirksame Ergänzung, da sich Inhalte hier vertiefen und in einem geschützten Rahmen erproben lassen. Für neue Patienten kann sie einen guten Einstieg in die therapeutische Arbeit bieten.
Organisatorisches
Insgesamt umfasst das Angebot 8 Sitzungen à 100 Minuten mit 6 – 8 Teilnehmern und findet an allen unseren Standoren statt.
Nächster Gruppenstart: Die Gruppe wird fortlaufend angeboten.
Zur Anmeldung kontaktieren Sie uns gerne telefonisch unter:
+49 89 90429039 (Montag – Samstag, 8:00 – 20:00 Uhr) oder per E-Mail: hallo@100fears.com
Eingesetzte Module
Einführung: Ankommen, Orientierung, Sicherheit
Zum Start lernen sich die Teilnehmer in Ruhe kennen. Wir besprechen gemeinsam, wie die Gruppe abläuft, welche Regeln ein gutes Gruppengefühl unterstützen und wie wir einen sicheren Rahmen schaffen. Auf Wunsch kann ein Austausch von Telefonnummern der Gruppenteilnehmer erfolgen, um sich gegenseitig zu unterstützen.
Psychoedukation: Wissen, das entlastet und Orientierung gibt
In diesem Modul vermitteln wir leicht verständlich, wie Angst entsteht und welche wichtige Funktion sie hat. Anschließend widmen wir uns dem Beschwerdebild aus ständigen Sorgen und anhaltender innerer Anspannung und betrachten dabei auch die generalisierte Angststörung (GAS) als eine mögliche Ausprägung.
Wir besprechen außerdem, was genau Sorgen und Sorgenketten sind und ab welchem Punkt sie zum Problem werden. Zudem erstellen Sie ein persönliches Erklärungsmodell für Ihr individuelles Beschwerdebild. So wird sichtbar, wie Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen zusammenhängen. Weiter geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über wirksame Behandlungsmöglichkeiten – auf Wunsch auch mit Informationen zu medikamentösen Optionen.
Exposition: Sich dem stellen, was Angst macht
Exposition bedeutet, sich schwierigen Situationen oder belastenden inneren Bildern bewusst zuzuwenden, anstatt vor ihnen wegzulaufen. Dieses Vorgehen ist wissenschaftlich sehr gut erforscht und zur Reduktion von Ängsten hochwirksam. Wir erklären Ihnen das Prinzip der Exposition ausführlich und zeigen, wie Exposition „in sensu“ funktioniert – also das bewusste Auseinandersetzen mit belastenden Gedanken und Vorstellungen. Zudem üben wir erste Expositionsschritte im Alltag („in vivo“), behutsam angeleitet und in Ihrem Tempo.
Kognitive Interventionen: Den eigenen Gedanken nicht alles glauben
Zu Beginn erklären wir das grundlegende Prinzip kognitiver Interventionen, das heißt Methoden, die helfen, den Einfluss von Gedanken genauer zu verstehen und hilfreicher mit ihnen umzugehen. Dabei geht es darum, typische Denkfehler zu erkennen und zu verändern, zum Beispiel die Überschätzung von Risiken oder dem Gefühl, „alles kontrollieren zu müssen“. Anschließend lernen Sie konkrete Strategien kennen, mit denen Sie Ihre belastende Gedanken überprüfen und Schritt für Schritt neue Sichtweisen entwickeln können.
Entspannungsverfahren: Zur Ruhe kommen, körperlich und geistig
Entspannungstechniken sind ein wichtiger Baustein in der Behandlung von Angst. Gemeinsam üben wir die Angewandte Entspannung nach Öst, ein gut erforschtes Verfahren, bei dem Sie lernen, Anspannung frühzeitig wahrzunehmen und Körper und Geist gezielt zu beruhigen.
Rückfallprophylaxe & Abschluss: Was Ihnen guttut, und was Sie mitnehmen
Zum Abschluss sammeln wir gemeinsam alle Techniken und Erkenntnisse aus der Gruppe in einem persönlichen „Methodenkoffer“. Wir sprechen darüber, wie Sie auch nach der Gruppe dranbleiben können und wie Sie Rückfällen vorbeugen. Am Ende gibt es Zeit für Feedback und eine wertschätzende Verabschiedung.
Wir freuen uns auf Sie!
Wenn soziale Situationen belasten
Gruppentherapie bei Bewertungs- und Versagensängsten und sozialer Phobie
Diese Gruppe richtet sich an alle, die unter sozialen Bewertungs- oder Versagensängsten leiden oder bei denen eine soziale Phobie diagnostiziert wurde. Viele Betroffene berichten, dass ihnen Situationen schwerfallen, in denen sie im Mittelpunkt stehen könnten – etwa beim Sprechen vor anderen, beim Kennenlernen neuer Menschen oder in alltäglichen Momenten, in denen sie sich beobachtet fühlen.
Typisch sind Sorgen, Fehler zu machen, negativ bewertet zu werden oder „peinlich“ aufzufallen. Die dabei auftretenden starken körperlichen Reaktionen und das anhaltende Grübeln können so belastend werden, dass Betroffene wichtige soziale Situationen vermeiden.
Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen, um die eigenen Ängste besser zu verstehen und Schritt für Schritt wieder mehr Sicherheit im sozialen Alltag zu gewinnen. Sie entscheiden dabei jederzeit selbst, welche Schritte Sie gehen möchten und was sich für Sie stimmig anfühlt. Nichts passiert übereilt – wir richten uns stets nach Ihrem Tempo.
Mehrwert der Gruppentherapie
- Viele erleben in der Gruppe zum ersten Mal, dass andere ganz ähnliche Ängste haben. Dieses gemeinsame Verständnis kann sehr entlastend wirken und nimmt oft viel Druck. Unser Ziel ist es, einen geschützten und verständnisvollen Raum zu schaffen, in dem Sie mit Ihren Ängsten nicht allein sind.
- In der Gruppentherapie lassen sich Übungen natürlicher, abwechslungsreicher und alltagsnäher durchführen. Die Gruppe selbst bildet dabei einen sicheren sozialen Kontext – ideal, um Ängste zu überprüfen und neue, positive Erfahrungen zu machen.
- Sie gewinnen Sicherheit durch gemeinsame Erfahrungen und gegenseitiges Feedback. Rückmeldungen aus der Gruppe helfen dabei, strenge Selbstkritik realistischer einzuordnen. Oft zeigt sich dabei ganz unmittelbar: Andere nehmen uns viel freundlicher und weniger kritisch wahr, als wir es selbst befürchten.
Auch für Patienten, die bereits in Einzeltherapie sind, ist die Gruppe eine wirksame Ergänzung, um Gelerntes in einem sicheren Rahmen anzuwenden. Für neue Patienten kann sie einen guten Einstieg in die therapeutische Arbeit bieten.
Organisatorisches
Insgesamt umfasst das Angebot 8 Sitzungen à 100 Minuten mit 6 – 8 Teilnehmern und findet an allen unseren Standoren statt.
Nächster Gruppenstart: Die Gruppe wird fortlaufend angeboten.
Zur Anmeldung kontaktieren Sie uns gerne telefonisch unter:
+49 89 90429039 (Montag – Samstag, 8:00 – 20:00 Uhr) oder per E-Mail: hallo@100fears.com
Eingesetzte Module
Einführung: Ankommen, Orientierung, Sicherheit
Wir nehmen uns Zeit, in der Gruppe anzukommen, uns kennenzulernen und die Struktur der Gruppentherapie gemeinsam festzulegen. Dabei bestimmen wir Gruppenregeln, die für Sicherheit und Offenheit sorgen.
Psychoedukation: Was hinter sozialer Ängstlichkeit steckt und warum sie so hartnäckig ist
Wir beginnen mit einer verständlichen Einführung in das Thema Angst: Wozu dient sie eigentlich? Und wann wird sie zum Problem? Anschließend widmen wir uns dem Beschwerdebild rund um soziale Bewertungs- und Versagensängste, das in unterschiedlichen Formen auftreten kann – von eher leichteren Unsicherheiten bis hin zur sozialen Phobie.
Wir besprechen, welche Symptome dabei typischerweise auftreten, wie häufig solche Ängste in der Bevölkerung vorkommen und welche Situationen und zugrundeliegenden Ursachen sie auslösen können. Dabei erklären wir ausführlich, was Bewertungs- und Versagensängste sind, wie sie die Wahrnehmung und Einschätzung sozialer Situationen verzerren können und welche Folgen sich daraus ergeben.
Anschließend entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein persönliches Erklärungsmodell für Ihr individuelles Beschwerdebild. Dabei wird Schritt für Schritt sichtbar, wie bestimmte Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zusammenwirken. Das erleichtert es, die eigenen Ängste besser zu verstehen und nachzuvollziehen, warum sie sich so hartnäckig halten. Zudem geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über wirksame Behandlungsmethoden und – wenn gewünscht – auch über begleitende medikamentöse Optionen.
Verhaltensexperimente & Exposition: Mutig ausprobieren statt vermeiden
Verhaltensexperimente sind eine besonders wirksame Form der Exposition bei Ängsten im sozialen Kontext. Dabei geht es nicht um „Mutproben“, sondern darum, eigene Befürchtungen bewusst zu testen. In der Gruppe führen wir hierzu erste gemeinsame Übungen durch – behutsam, realistisch und immer in Ihrem Tempo.
Kognitive Interventionen: Neue Perspektiven auf sich selbst und andere
Hier lernen Sie, wie typische Denkmuster sozialphobische Ängste auslösen, zum Beispiel „Gedankenlesen“ („Die anderen denken schlecht über mich!“) oder die Angst vor Fehlern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie belastende Gedanken überprüfen und hilfreiche Alternativen entwickeln können. In der Gruppe üben wir diese Techniken gemeinsam und ausführlich, damit sie auch im Alltag greifen.
Übungsmodul: Sicherer werden durch Wiederholung
In diesem Modul verknüpfen wir alles, was Sie bis hierhin gelernt haben: Verhaltensexperimente, Exposition und kognitive Interventionen. Sie üben, sich konkreten sozialen Situationen zu stellen, natürlich individuell auf Sie abgestimmt und mit Unterstützung der Gruppe. Ziel ist es, spürbar mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen und soziale Situationen wieder als bereichernd zu erleben.
Rückfallprophylaxe & Abschluss: Stärkung für die Zukunft
Zum Ende sammeln wir Ihre persönlichen Ressourcen, Erkenntnisse und hilfreichen Strategien in einem „Methodenkoffer“, der Sie nach der Gruppe weiter begleiten kann. Zudem gibt es Zeit für Reflexion, Feedback und eine wertschätzende Verabschiedung.
Wir freuen uns auf Sie!
Wenn Zwänge den Alltag bestimmen
Gruppentherapie bei Zwangsgedanken und Zwangshandlungen
Diese Gruppe richtet sich an alle, die sich durch Zwänge im Alltag belastet fühlen. Ganz gleich, ob Ihre Beschwerden eher leicht ausgeprägt sind oder Sie bereits stark beeinträchtigen, ob bei Ihnen Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen im Vordergrund stehen – in der Gruppe sind Patienten mit allen Formen und Schweregraden einer Zwangssymptomatik herzlich willkommen!
Viele Betroffene berichten, dass sich belastende Gedanken immer wieder aufdrängen oder sie das Gefühl haben, bestimmte Handlungen wiederholt ausführen zu müssen, obwohl sie dies eigentlich nicht möchten. Häufig führt die vollständige Ausführung der Rituale zu einer kurzfristigen Erleichterung. Mit der Zeit können Zwänge jedoch immer mehr Raum im Alltag einnehmen, viel Kraft kosten und wichtige Lebensbereiche sowie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Die Gruppe soll Ihnen dabei helfen, Ihre Zwänge besser zu verstehen, individuelle Muster zu erkennen und neue Strategien im Umgang mit belastenden Gedanken und Handlungen kennenzulernen. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage dafür, den Zwangskreislauf Schritt für Schritt zu durchbrechen und wieder mehr Freiheit im Alltag zu gewinnen.
Mehrwert der Gruppentherapie
- Viele Betroffene erleben in der Gruppe zum ersten Mal, dass sie mit ihren Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen nicht allein sind. Dieses gemeinsame Verständnis wirkt oft entlastend und hilft dabei, bestehende Scham abzubauen. Unser Ziel ist es, einen geschützten und verständnisvollen Raum zu schaffen, in dem Sie offen über Ihre Zwänge sprechen können.
- In der Gruppentherapie wird sichtbar, wie unterschiedlich Zwänge aussehen können und wie ähnlich die dahinterliegenden Mechanismen oft sind. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann dabei helfen, die eigene Symptomatik besser einzuordnen und neue Perspektiven auf belastende Gedanken und Handlungen zu entwickeln. Sie erhalten so neue Impulse und profitieren von den Erfahrungen und Blickwinkeln der anderen Teilnehmer.
- Die Gruppe bietet Struktur, Orientierung und gegenseitige Unterstützung. Gerade bei Zwängen kann es sehr herausfordernd sein, gewohnte Muster zu verändern. Die regelmäßigen Sitzungen, die gemeinsame Reflexion und das Erleben anderer können dabei helfen, dranzubleiben.
Aufgrund der Komplexität von Zwängen und der individuellen Ausgestaltung von Expositionsübungen empfehlen wir eine begleitende Einzeltherapie während der Gruppenteilnahme. Für Patienten, die sich bereits in Einzeltherapie befinden, stellt die Gruppe eine wirksame Ergänzung dar. Inhalte können hier vertieft und gemeinsam reflektiert werden. Auch für neue Patienten bietet die Gruppe einen guten Einstieg in die therapeutische Arbeit und schafft eine hilfreiche Grundlage für eine sich anschließende oder begleitende Einzeltherapie.
Organisatorisches
Insgesamt umfasst das Angebot 8 Sitzungen à 100 Minuten mit 6 – 8 Teilnehmern und findet an allen unseren Standoren statt.
Nächster Gruppenstart: Die Gruppe wird fortlaufend angeboten.
Zur Anmeldung kontaktieren Sie uns gerne telefonisch unter:
+49 89 90429039 (Montag – Samstag, 8:00 – 20:00 Uhr) oder per E-Mail: hallo@100fears.com
Eingesetzte Module
Einführung: Ankommen, Orientierung, Sicherheit
Zum Start lernen sich die Teilnehmer in Ruhe kennen. Wir besprechen gemeinsam, welche Regeln ein gutes Gruppengefühl unterstützen und wie wir einen sicheren, wertschätzenden Rahmen schaffen können. Außerdem erhalten Sie erste Einführung in das Thema Zwangsstörungen. Dabei haben Sie die Möglichkeit, Ihre individuellen Ziele für die Gruppe abzustecken und Ihre Wünsche und Erwartungen zu teilen.
Psychoedukation: Zwänge verstehen und einordnen
In diesem Modul vermitteln wir leicht verständlich, was Zwänge sind und wodurch sie entstehen können. Gemeinsam betrachten wir, wie sich Zwangsgedanken und Zwangshandlungen voneinander unterscheiden und warum Zwänge kurzfristig oft Erleichterung verschaffen, langfristig jedoch meist belastender werden.
Anschließend entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein persönliches Erklärungsmodell für Ihr individuelles Beschwerdebild. Dabei wird Schritt für Schritt sichtbar, wie sich belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen gegenseitig beeinflussen und weshalb sich Zwänge häufig hartnäckig aufrechterhalten. Somit entwickeln Sie ein besseres Verständnis für Ihre individuellen Zwangsmuster und schaffen eine wichtige Grundlage für die weitere Behandlung.
Darüber hinaus erhalten Sie einen Überblick über wissenschaftlich gut untersuchte Behandlungsmöglichkeiten und erfahren, weshalb die Exposition bei der Behandlung von Zwängen einen besonders hohen Stellenwert hat.
Vorbereitung auf die Exposition: Gut vorbereitet in die Veränderung
Die Exposition gilt als die wirksamste Behandlungsmethode bei Zwangsstörungen. Dabei setzen sich Betroffene gezielt belastenden Situationen oder Gedanken aus und verzichten dabei bewusst auf alles, was Angst und Anspannung kurzfristig reduzieren würde. So kann das Gehirn neue Erfahrungen machen und Schritt für Schritt lernen, dass die befürchteten Konsequenzen ausbleiben und die Angst über die Zeit abnimmt.
Da Zwänge sehr individuell sind und die Exposition gut geplant werden sollte, liegt in diesem Modul der Schwerpunkt auf der Vorbereitung der Expositionsübungen. Gemeinsam entwickeln wir individuelle Zwangshierarchien und bereiten konkrete Übungsschritte vor, die Sie anschließend in der begleitenden Einzeltherapie weiter anwenden können.
Kognitive Interventionen: Den eigenen Gedanken nicht alles glauben
In diesem Modul beschäftigen wir uns mit typischen Denkmustern, die bei Zwängen häufig eine Rolle spielen, zum Beispiel der Überschätzung von Gefahren, einem ausgeprägten Verantwortungsgefühl oder dem Wunsch nach absoluter Sicherheit.
Sie lernen hilfreiche Strategien kennen, um belastende Gedanken besser einzuordnen, sie aus einer neuen Perspektive zu betrachten und Schritt für Schritt mehr Abstand zu ihnen zu gewinnen.
Funktionalität von Zwängen: Verstehen, was hinter den Ritualen steckt
Auch wenn Zwänge sehr belastend sind, erfüllen sie häufig zunächst eine nachvollziehbare Funktion: So können sie kurzfristig Angst reduzieren, Anspannung senken oder das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit vermitteln. Gemeinsam betrachten wir, welche Rolle Ihre Zwänge im Alltag übernehmen und welche dahinterliegenden Bedürfnisse sie möglicherweise erfüllen.
Dabei geht es nicht darum, die Zwänge zu bewerten. Vielmehr soll verständlich werden, warum bestimmte Gedanken, Rituale oder Vermeidungsstrategien für Sie so bedeutsam geworden sind. Dieses Verständnis bildet eine wichtige Grundlage dafür, neue und langfristig hilfreichere Strategien den Zwängen entgegenzusetzen zu können.
Rückfallprophylaxe & Abschluss: Das Gelernte in den Alltag mitnehmen
Zum Abschluss fassen wir gemeinsam die wichtigsten Erkenntnisse und Strategien aus der Gruppe zusammen und erstellen einen persönlichen „Methodenkoffer“ für den Alltag. Gemeinsam überlegen wir, was Sie über Ihre Zwänge gelernt haben, woran Sie frühzeitig erkennen können, wenn Zwänge wieder mehr Raum einnehmen, und welche Strategien Ihnen dann helfen können. Außerdem besprechen wir Möglichkeiten, wie Sie auch nach der Gruppe weiter an Ihren Zielen arbeiten können und welche nächsten Schritte für Sie sinnvoll sind. Die Gruppe endet mit einer gemeinsamen Reflexion und einer wertschätzenden Verabschiedung.
Wir freuen uns auf Sie!
Weitere Gruppenangebote folgen in Kürze.
Zu unserem umfassenden therapeutischen Angebot gehört neben Einzel- und Paartherapie auch Gruppentherapie.
In unseren Gruppen schaffen wir einen geschützten, professionell begleiteten Rahmen, in dem sich Betroffene gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können.
Dabei orientieren wir uns konsequent an aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und setzen auf einen strukturierten, transparenten und wirksamen Behandlungsansatz, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.
Derzeit bieten wir an unseren verschiedenen Standorten folgende psychotherapeutische Gruppen an:
Wenn Sorgen nicht mehr loslassen
Gruppentherapie bei ständigen Sorgen, andauernder Anspannung und generalisierter Angststörung
Diese Gruppe richtet sich an alle, die unter ständigen oder schwer kontrollierbaren Sorgen sowie andauernder Anspannung leiden oder bei denen eine generalisierte Angststörung (GAS) diagnostiziert wurde.
Viele Betroffene berichten, dass sich ihre Gedanken schnell zu langen „Sorgenketten“ entwickeln, oft ohne dass sich dadurch tatsächlich Lösungen ergeben. Das ständige Grübeln kann Schlaf, Konzentration und damit die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Die Gruppe soll Ihnen dabei helfen, Ihre Sorgen zu identifizieren, typische Muster zu erkennen und neue Strategien zu entwickeln, um sich im Alltag wieder sicherer und handlungsfähiger zu fühlen.
Mehrwert der Gruppentherapie
- Sie stellen fest, dass Sie nicht allein sind. Viele Sorgenmuster ähneln sich stärker, als man denkt – die geteilten Erfahrungen mit anderen Betroffenen wirken häufig entlastend.
- In der Gruppe lassen sich Expositionsübungen, kognitive Strategien und Entspannungsverfahren besonders anschaulich und alltagsnah trainieren.
- Sie profitieren von vielfältigen Perspektiven der anderen Teilnehmer und lernen voneinander. Die persönlichen Erfahrungen und Blickwinkel erweisen sich dabei oft als besonders hilfreich.
- Mehr Motivation durch die Struktur, Orientierung und gegenseitige Unterstützung in der Gruppe – für viele eine große Hilfe, um dranzubleiben.
Auch für Patienten, die bereits in Einzeltherapie sind, ist die Gruppe eine wirksame Ergänzung, da sich Inhalte hier vertiefen und in einem geschützten Rahmen erproben lassen. Für neue Patienten kann sie einen guten Einstieg in die therapeutische Arbeit bieten.
Organisatorisches
Insgesamt umfasst das Angebot 8 Sitzungen à 100 Minuten mit 6 – 8 Teilnehmern und findet an allen unseren Standoren statt.
Nächster Gruppenstart: Die Gruppe wird fortlaufend angeboten.
Zur Anmeldung kontaktieren Sie uns gerne telefonisch unter:
+49 89 90429039 (Montag – Samstag, 8:00 – 20:00 Uhr) oder per E-Mail: hallo@100fears.com
Eingesetzte Module
Einführung: Ankommen, Orientierung, Sicherheit
Zum Start lernen sich die Teilnehmer in Ruhe kennen. Wir besprechen gemeinsam, wie die Gruppe abläuft, welche Regeln ein gutes Gruppengefühl unterstützen und wie wir einen sicheren Rahmen schaffen. Auf Wunsch kann ein Austausch von Telefonnummern der Gruppenteilnehmer erfolgen, um sich gegenseitig zu unterstützen.
Psychoedukation: Wissen, das entlastet und Orientierung gibt
In diesem Modul vermitteln wir leicht verständlich, wie Angst entsteht und welche wichtige Funktion sie hat. Anschließend widmen wir uns dem Beschwerdebild aus ständigen Sorgen und anhaltender innerer Anspannung und betrachten dabei auch die generalisierte Angststörung (GAS) als eine mögliche Ausprägung.
Wir besprechen außerdem, was genau Sorgen und Sorgenketten sind und ab welchem Punkt sie zum Problem werden. Zudem erstellen Sie ein persönliches Erklärungsmodell für Ihr individuelles Beschwerdebild. So wird sichtbar, wie Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen zusammenhängen. Weiter geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über wirksame Behandlungsmöglichkeiten – auf Wunsch auch mit Informationen zu medikamentösen Optionen.
Exposition: Sich dem stellen, was Angst macht
Exposition bedeutet, sich schwierigen Situationen oder belastenden inneren Bildern bewusst zuzuwenden, anstatt vor ihnen wegzulaufen. Dieses Vorgehen ist wissenschaftlich sehr gut erforscht und zur Reduktion von Ängsten hochwirksam. Wir erklären Ihnen das Prinzip der Exposition ausführlich und zeigen, wie Exposition „in sensu“ funktioniert – also das bewusste Auseinandersetzen mit belastenden Gedanken und Vorstellungen. Zudem üben wir erste Expositionsschritte im Alltag („in vivo“), behutsam angeleitet und in Ihrem Tempo.
Kognitive Interventionen: Den eigenen Gedanken nicht alles glauben
Zu Beginn erklären wir das grundlegende Prinzip kognitiver Interventionen, das heißt Methoden, die helfen, den Einfluss von Gedanken genauer zu verstehen und hilfreicher mit ihnen umzugehen. Dabei geht es darum, typische Denkfehler zu erkennen und zu verändern, zum Beispiel die Überschätzung von Risiken oder dem Gefühl, „alles kontrollieren zu müssen“. Anschließend lernen Sie konkrete Strategien kennen, mit denen Sie Ihre belastende Gedanken überprüfen und Schritt für Schritt neue Sichtweisen entwickeln können.
Entspannungsverfahren: Zur Ruhe kommen, körperlich und geistig
Entspannungstechniken sind ein wichtiger Baustein in der Behandlung von Angst. Gemeinsam üben wir die Angewandte Entspannung nach Öst, ein gut erforschtes Verfahren, bei dem Sie lernen, Anspannung frühzeitig wahrzunehmen und Körper und Geist gezielt zu beruhigen.
Rückfallprophylaxe & Abschluss: Was Ihnen guttut, und was Sie mitnehmen
Zum Abschluss sammeln wir gemeinsam alle Techniken und Erkenntnisse aus der Gruppe in einem persönlichen „Methodenkoffer“. Wir sprechen darüber, wie Sie auch nach der Gruppe dranbleiben können und wie Sie Rückfällen vorbeugen. Am Ende gibt es Zeit für Feedback und eine wertschätzende Verabschiedung.
Wir freuen uns auf Sie!
Wenn soziale Situationen belasten
Gruppentherapie bei Bewertungs- und Versagensängsten und sozialer Phobie
Diese Gruppe richtet sich an alle, die unter sozialen Bewertungs- oder Versagensängsten leiden oder bei denen eine soziale Phobie diagnostiziert wurde. Viele Betroffene berichten, dass ihnen Situationen schwerfallen, in denen sie im Mittelpunkt stehen könnten – etwa beim Sprechen vor anderen, beim Kennenlernen neuer Menschen oder in alltäglichen Momenten, in denen sie sich beobachtet fühlen.
Typisch sind Sorgen, Fehler zu machen, negativ bewertet zu werden oder „peinlich“ aufzufallen. Die dabei auftretenden starken körperlichen Reaktionen und das anhaltende Grübeln können so belastend werden, dass Betroffene wichtige soziale Situationen vermeiden.
Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen, um die eigenen Ängste besser zu verstehen und Schritt für Schritt wieder mehr Sicherheit im sozialen Alltag zu gewinnen. Sie entscheiden dabei jederzeit selbst, welche Schritte Sie gehen möchten und was sich für Sie stimmig anfühlt. Nichts passiert übereilt – wir richten uns stets nach Ihrem Tempo.
Mehrwert der Gruppentherapie
- Viele erleben in der Gruppe zum ersten Mal, dass andere ganz ähnliche Ängste haben. Dieses gemeinsame Verständnis kann sehr entlastend wirken und nimmt oft viel Druck. Unser Ziel ist es, einen geschützten und verständnisvollen Raum zu schaffen, in dem Sie mit Ihren Ängsten nicht allein sind.
- In der Gruppentherapie lassen sich Übungen natürlicher, abwechslungsreicher und alltagsnäher durchführen. Die Gruppe selbst bildet dabei einen sicheren sozialen Kontext – ideal, um Ängste zu überprüfen und neue, positive Erfahrungen zu machen.
- Sie gewinnen Sicherheit durch gemeinsame Erfahrungen und gegenseitiges Feedback. Rückmeldungen aus der Gruppe helfen dabei, strenge Selbstkritik realistischer einzuordnen. Oft zeigt sich dabei ganz unmittelbar: Andere nehmen uns viel freundlicher und weniger kritisch wahr, als wir es selbst befürchten.
Auch für Patienten, die bereits in Einzeltherapie sind, ist die Gruppe eine wirksame Ergänzung, um Gelerntes in einem sicheren Rahmen anzuwenden. Für neue Patienten kann sie einen guten Einstieg in die therapeutische Arbeit bieten.
Organisatorisches
Insgesamt umfasst das Angebot 8 Sitzungen à 100 Minuten mit 6 – 8 Teilnehmern und findet an allen unseren Standoren statt.
Nächster Gruppenstart: Die Gruppe wird fortlaufend angeboten.
Zur Anmeldung kontaktieren Sie uns gerne telefonisch unter:
+49 89 90429039 (Montag – Samstag, 8:00 – 20:00 Uhr) oder per E-Mail: hallo@100fears.com
Eingesetzte Module
Einführung: Ankommen, Orientierung, Sicherheit
Wir nehmen uns Zeit, in der Gruppe anzukommen, uns kennenzulernen und die Struktur der Gruppentherapie gemeinsam festzulegen. Dabei bestimmen wir Gruppenregeln, die für Sicherheit und Offenheit sorgen.
Psychoedukation: Was hinter sozialer Ängstlichkeit steckt und warum sie so hartnäckig ist
Wir beginnen mit einer verständlichen Einführung in das Thema Angst: Wozu dient sie eigentlich? Und wann wird sie zum Problem? Anschließend widmen wir uns dem Beschwerdebild rund um soziale Bewertungs- und Versagensängste, das in unterschiedlichen Formen auftreten kann – von eher leichteren Unsicherheiten bis hin zur sozialen Phobie.
Wir besprechen, welche Symptome dabei typischerweise auftreten, wie häufig solche Ängste in der Bevölkerung vorkommen und welche Situationen und zugrundeliegenden Ursachen sie auslösen können. Dabei erklären wir ausführlich, was Bewertungs- und Versagensängste sind, wie sie die Wahrnehmung und Einschätzung sozialer Situationen verzerren können und welche Folgen sich daraus ergeben.
Anschließend entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein persönliches Erklärungsmodell für Ihr individuelles Beschwerdebild. Dabei wird Schritt für Schritt sichtbar, wie bestimmte Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zusammenwirken. Das erleichtert es, die eigenen Ängste besser zu verstehen und nachzuvollziehen, warum sie sich so hartnäckig halten. Zudem geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über wirksame Behandlungsmethoden und – wenn gewünscht – auch über begleitende medikamentöse Optionen.
Verhaltensexperimente & Exposition: Mutig ausprobieren statt vermeiden
Verhaltensexperimente sind eine besonders wirksame Form der Exposition bei Ängsten im sozialen Kontext. Dabei geht es nicht um „Mutproben“, sondern darum, eigene Befürchtungen bewusst zu testen. In der Gruppe führen wir hierzu erste gemeinsame Übungen durch – behutsam, realistisch und immer in Ihrem Tempo.
Kognitive Interventionen: Neue Perspektiven auf sich selbst und andere
Hier lernen Sie, wie typische Denkmuster sozialphobische Ängste auslösen, zum Beispiel „Gedankenlesen“ („Die anderen denken schlecht über mich!“) oder die Angst vor Fehlern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie belastende Gedanken überprüfen und hilfreiche Alternativen entwickeln können. In der Gruppe üben wir diese Techniken gemeinsam und ausführlich, damit sie auch im Alltag greifen.
Übungsmodul: Sicherer werden durch Wiederholung
In diesem Modul verknüpfen wir alles, was Sie bis hierhin gelernt haben: Verhaltensexperimente, Exposition und kognitive Interventionen. Sie üben, sich konkreten sozialen Situationen zu stellen, natürlich individuell auf Sie abgestimmt und mit Unterstützung der Gruppe. Ziel ist es, spürbar mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen und soziale Situationen wieder als bereichernd zu erleben.
Rückfallprophylaxe & Abschluss: Stärkung für die Zukunft
Zum Ende sammeln wir Ihre persönlichen Ressourcen, Erkenntnisse und hilfreichen Strategien in einem „Methodenkoffer“, der Sie nach der Gruppe weiter begleiten kann. Zudem gibt es Zeit für Reflexion, Feedback und eine wertschätzende Verabschiedung.
Wir freuen uns auf Sie!
Wenn Zwänge den Alltag bestimmen
Gruppentherapie bei Zwangsgedanken und Zwangshandlungen
Diese Gruppe richtet sich an alle, die sich durch Zwänge im Alltag belastet fühlen. Ganz gleich, ob Ihre Beschwerden eher leicht ausgeprägt sind oder Sie bereits stark beeinträchtigen, ob bei Ihnen Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen im Vordergrund stehen – in der Gruppe sind Patienten mit allen Formen und Schweregraden einer Zwangssymptomatik herzlich willkommen!
Viele Betroffene berichten, dass sich belastende Gedanken immer wieder aufdrängen oder sie das Gefühl haben, bestimmte Handlungen wiederholt ausführen zu müssen, obwohl sie dies eigentlich nicht möchten. Häufig führt die vollständige Ausführung der Rituale zu einer kurzfristigen Erleichterung. Mit der Zeit können Zwänge jedoch immer mehr Raum im Alltag einnehmen, viel Kraft kosten und wichtige Lebensbereiche sowie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Die Gruppe soll Ihnen dabei helfen, Ihre Zwänge besser zu verstehen, individuelle Muster zu erkennen und neue Strategien im Umgang mit belastenden Gedanken und Handlungen kennenzulernen. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage dafür, den Zwangskreislauf Schritt für Schritt zu durchbrechen und wieder mehr Freiheit im Alltag zu gewinnen.
Mehrwert der Gruppentherapie
- Viele Betroffene erleben in der Gruppe zum ersten Mal, dass sie mit ihren Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen nicht allein sind. Dieses gemeinsame Verständnis wirkt oft entlastend und hilft dabei, bestehende Scham abzubauen. Unser Ziel ist es, einen geschützten und verständnisvollen Raum zu schaffen, in dem Sie offen über Ihre Zwänge sprechen können.
- In der Gruppentherapie wird sichtbar, wie unterschiedlich Zwänge aussehen können und wie ähnlich die dahinterliegenden Mechanismen oft sind. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann dabei helfen, die eigene Symptomatik besser einzuordnen und neue Perspektiven auf belastende Gedanken und Handlungen zu entwickeln. Sie erhalten so neue Impulse und profitieren von den Erfahrungen und Blickwinkeln der anderen Teilnehmer.
- Die Gruppe bietet Struktur, Orientierung und gegenseitige Unterstützung. Gerade bei Zwängen kann es sehr herausfordernd sein, gewohnte Muster zu verändern. Die regelmäßigen Sitzungen, die gemeinsame Reflexion und das Erleben anderer können dabei helfen, dranzubleiben.
Aufgrund der Komplexität von Zwängen und der individuellen Ausgestaltung von Expositionsübungen empfehlen wir eine begleitende Einzeltherapie während der Gruppenteilnahme. Für Patienten, die sich bereits in Einzeltherapie befinden, stellt die Gruppe eine wirksame Ergänzung dar. Inhalte können hier vertieft und gemeinsam reflektiert werden. Auch für neue Patienten bietet die Gruppe einen guten Einstieg in die therapeutische Arbeit und schafft eine hilfreiche Grundlage für eine sich anschließende oder begleitende Einzeltherapie.
Organisatorisches
Insgesamt umfasst das Angebot 8 Sitzungen à 100 Minuten mit 6 – 8 Teilnehmern und findet an allen unseren Standoren statt.
Nächster Gruppenstart: Die Gruppe wird fortlaufend angeboten.
Zur Anmeldung kontaktieren Sie uns gerne telefonisch unter:
+49 89 90429039 (Montag – Samstag, 8:00 – 20:00 Uhr) oder per E-Mail: hallo@100fears.com
Eingesetzte Module
Einführung: Ankommen, Orientierung, Sicherheit
Zum Start lernen sich die Teilnehmer in Ruhe kennen. Wir besprechen gemeinsam, welche Regeln ein gutes Gruppengefühl unterstützen und wie wir einen sicheren, wertschätzenden Rahmen schaffen können. Außerdem erhalten Sie erste Einführung in das Thema Zwangsstörungen. Dabei haben Sie die Möglichkeit, Ihre individuellen Ziele für die Gruppe abzustecken und Ihre Wünsche und Erwartungen zu teilen.
Psychoedukation: Zwänge verstehen und einordnen
In diesem Modul vermitteln wir leicht verständlich, was Zwänge sind und wodurch sie entstehen können. Gemeinsam betrachten wir, wie sich Zwangsgedanken und Zwangshandlungen voneinander unterscheiden und warum Zwänge kurzfristig oft Erleichterung verschaffen, langfristig jedoch meist belastender werden.
Anschließend entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein persönliches Erklärungsmodell für Ihr individuelles Beschwerdebild. Dabei wird Schritt für Schritt sichtbar, wie sich belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen gegenseitig beeinflussen und weshalb sich Zwänge häufig hartnäckig aufrechterhalten. Somit entwickeln Sie ein besseres Verständnis für Ihre individuellen Zwangsmuster und schaffen eine wichtige Grundlage für die weitere Behandlung.
Darüber hinaus erhalten Sie einen Überblick über wissenschaftlich gut untersuchte Behandlungsmöglichkeiten und erfahren, weshalb die Exposition bei der Behandlung von Zwängen einen besonders hohen Stellenwert hat.
Vorbereitung auf die Exposition: Gut vorbereitet in die Veränderung
Die Exposition gilt als die wirksamste Behandlungsmethode bei Zwangsstörungen. Dabei setzen sich Betroffene gezielt belastenden Situationen oder Gedanken aus und verzichten dabei bewusst auf alles, was Angst und Anspannung kurzfristig reduzieren würde. So kann das Gehirn neue Erfahrungen machen und Schritt für Schritt lernen, dass die befürchteten Konsequenzen ausbleiben und die Angst über die Zeit abnimmt.
Da Zwänge sehr individuell sind und die Exposition gut geplant werden sollte, liegt in diesem Modul der Schwerpunkt auf der Vorbereitung der Expositionsübungen. Gemeinsam entwickeln wir individuelle Zwangshierarchien und bereiten konkrete Übungsschritte vor, die Sie anschließend in der begleitenden Einzeltherapie weiter anwenden können.
Kognitive Interventionen: Den eigenen Gedanken nicht alles glauben
In diesem Modul beschäftigen wir uns mit typischen Denkmustern, die bei Zwängen häufig eine Rolle spielen, zum Beispiel der Überschätzung von Gefahren, einem ausgeprägten Verantwortungsgefühl oder dem Wunsch nach absoluter Sicherheit.
Sie lernen hilfreiche Strategien kennen, um belastende Gedanken besser einzuordnen, sie aus einer neuen Perspektive zu betrachten und Schritt für Schritt mehr Abstand zu ihnen zu gewinnen.
Funktionalität von Zwängen: Verstehen, was hinter den Ritualen steckt
Auch wenn Zwänge sehr belastend sind, erfüllen sie häufig zunächst eine nachvollziehbare Funktion: So können sie kurzfristig Angst reduzieren, Anspannung senken oder das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit vermitteln. Gemeinsam betrachten wir, welche Rolle Ihre Zwänge im Alltag übernehmen und welche dahinterliegenden Bedürfnisse sie möglicherweise erfüllen.
Dabei geht es nicht darum, die Zwänge zu bewerten. Vielmehr soll verständlich werden, warum bestimmte Gedanken, Rituale oder Vermeidungsstrategien für Sie so bedeutsam geworden sind. Dieses Verständnis bildet eine wichtige Grundlage dafür, neue und langfristig hilfreichere Strategien den Zwängen entgegenzusetzen zu können.
Rückfallprophylaxe & Abschluss: Das Gelernte in den Alltag mitnehmen
Zum Abschluss fassen wir gemeinsam die wichtigsten Erkenntnisse und Strategien aus der Gruppe zusammen und erstellen einen persönlichen „Methodenkoffer“ für den Alltag. Gemeinsam überlegen wir, was Sie über Ihre Zwänge gelernt haben, woran Sie frühzeitig erkennen können, wenn Zwänge wieder mehr Raum einnehmen, und welche Strategien Ihnen dann helfen können. Außerdem besprechen wir Möglichkeiten, wie Sie auch nach der Gruppe weiter an Ihren Zielen arbeiten können und welche nächsten Schritte für Sie sinnvoll sind. Die Gruppe endet mit einer gemeinsamen Reflexion und einer wertschätzenden Verabschiedung.
Wir freuen uns auf Sie!
Weitere Gruppenangebote folgen in Kürze.
