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Sich den Wellen stellen und das Meer beruhigen: Die Behandlung der generalisierten Angststörung

27. September 2026

Autorin: Lea Anthes

Sophia steht wieder an ihrem Küchenfenster. Diesmal ist es ein ruhiger Nachmittag und es sind nicht nur die Sorgen, die sie zum Nachdenken bringen. Sie reflektiert die letzten Wochen, die ersten Gespräche mit ihrem Therapeuten und denkt an all das, was sie über sich selbst gelernt hat. Sie versteht nun, warum ihre Sorgen sich anfühlten wie Wellen, die immer wieder über ihr zusammenbrachen und warum sie trotz aller Anstrengung, gegen sie anzuschwimmen, nie an Land kam. Die Vermeidung, die Rückversicherung, die Gedanken über ihre eigenen Gedanken: All das hatte die Wellen nicht kleiner gemacht, sondern nur dafür gesorgt, dass sie immer wieder aufs Neue über ihr zusammenschlugen. Sophia fühlt sich ein Stück weit normaler und sie fühlt sich verstanden. In der letzten Sitzung stellte sie deswegen eine entscheidende Frage: „Wie werde ich die Sorgen denn jetzt wieder los?“ Ihr Therapeut lächelte. „Das ist eine gute Frage. In der Behandlung der generalisierten Angststörung geht es nicht darum, dass die Wellen ganz verschwinden. Sondern darum, dass Sie wieder lernen, sich ins Wasser zu trauen. Ohne Schwimmhilfen. Und mit dem Vertrauen, dass Sie sehr wohl schwimmen können. Dann werden auch die Wellen wieder ruhiger.“

Sich den Wellen stellen und das Meer beruhigen: Die Behandlung der generalisierten Angststörung

27. September 2026

Autorin: Lea Anthes

Sophia steht wieder an ihrem Küchenfenster. Diesmal ist es ein ruhiger Nachmittag und es sind nicht nur die Sorgen, die sie zum Nachdenken bringen. Sie reflektiert die letzten Wochen, die ersten Gespräche mit ihrem Therapeuten und denkt an all das, was sie über sich selbst gelernt hat. Sie versteht nun, warum ihre Sorgen sich anfühlten wie Wellen, die immer wieder über ihr zusammenbrachen und warum sie trotz aller Anstrengung, gegen sie anzuschwimmen, nie an Land kam. Die Vermeidung, die Rückversicherung, die Gedanken über ihre eigenen Gedanken: All das hatte die Wellen nicht kleiner gemacht, sondern nur dafür gesorgt, dass sie immer wieder aufs Neue über ihr zusammenschlugen. Sophia fühlt sich ein Stück weit normaler und sie fühlt sich verstanden. In der letzten Sitzung stellte sie deswegen eine entscheidende Frage: „Wie werde ich die Sorgen denn jetzt wieder los?“ Ihr Therapeut lächelte. „Das ist eine gute Frage. In der Behandlung der generalisierten Angststörung geht es nicht darum, dass die Wellen ganz verschwinden. Sondern darum, dass Sie wieder lernen, sich ins Wasser zu trauen. Ohne Schwimmhilfen. Und mit dem Vertrauen, dass Sie sehr wohl schwimmen können. Dann werden auch die Wellen wieder ruhiger.“

Wie behandelt man die generalisierte Angststörung?

In der letzten Reihe auf diesem Blog haben wir bereits die Grundbausteine der Behandlung von Angststörungen beschrieben. Es gibt verschiedene psychotherapeutische Verfahren, eines davon ist die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie, kurz KVT. Für die Behandlung von Angststörungen ist die KVT wissenschaftlich am besten untersucht und wurde als besonders wirksam befunden. Deswegen wird sie in der deutschen S3-Leitlinie, den höchsten wissenschaftlich fundierten Behandlungsempfehlungen, als Verfahren erster Wahl für die Behandlung der generalisierten Angststörung angesehen. Bei 100Fears behandeln wir Angststörungen daher wissenschaftlich fundiert auch mittels KVT.

Sophias Therapeut erklärt ihr, dass die Behandlung der generalisierten Angststörung aus den folgenden Schritten besteht:

Psychoedukation

Sophia soll ihre Ängste besser verstehen lernen. Die Psychoedukation ist bereits in den letzten Wochen im Anschluss an die professionelle Diagnostik (lese hier mehr darüber) erfolgt. Ihr Therapeut hat ihr erklärt, dass Angst eine Emotion mit evolutionärer Funktion ist, die sich in Gefühlen, Gedanken, körperliche Reaktionen und Verhalten äußert (lerne hier mehr darüber). Deswegen versteht Sophia mittlerweile, dass es nicht darum geht, die Sorgen wieder ganz loszuwerden, denn Angst gehört zum Leben dazu und ist als Emotion sehr sinnvoll. Sophias Therapeut hat ihr die Entstehung ihrer Angststörung anhand des Fassmodells erklärt und gemeinsam haben sie ihre Vulnerabilitäten, Auslöser und aufrechterhaltenden Faktoren identifiziert (lese hier mehr darüber). Gerade letztere sind der Ansatzpunkt für eine KVT. Sophias Problem ist nicht die Angst an sich, sondern ihr Vermeidungs- und Rückversicherungsverhalten, das den Sorgen erst Krankheitswert gibt. Das erste Ziel der Therapie ist es, den verstopften Wasserhahn des Fasses wieder zu öffnen, so dass das Wasser ablaufen kann. Danach kann auch an dem hohen Wasserstand, also den Vulnerabilitäten, gearbeitet werden und auslösende Bedingungen sowie Stress können reduziert werden.

Exposition

Exposition bedeutet, sich den angstauslösenden Situationen oder Körperempfindungen gezielt und schrittweise anzunähern, anstatt ihnen auszuweichen. Bei der generalisierten Angststörung entsteht zweierlei Vermeidung: Einerseits die innere Vermeidung, Gedanken zu Ende zu denken und die entstehenden Emotionen in ihrer Fülle wahrzunehmen, und andererseits die Vermeidung äußerer Situationen und Reize. Sophia vermeidet ihre Gedanken und Emotionen, indem sie versucht, sich abzulenken, die Gedanken zu stoppen oder zu unterbrechen, was nur selten gut funktioniert. Auch durch die Rückversicherung versucht sie ihre Emotionen zu vermeiden, zum Beispiel indem sie ihren Mann anruft, sobald er zu spät kommt, um die Angst, dass etwas passiert sein könnte, nicht auszuhalten zu müssen. Außerdem vermeidet Sophia Situationen, die mit ihren Sorgen zusammenhängen, wie das Autofahren. Die Exposition soll ebenfalls beide Vermeidungsmuster konfrontieren. Die Exposition „in sensu“ („in Vorstellung“) wird auch „Sorgenkonfrontation“ genannt und dient dem Zweck, die Sorgen zu Ende zu denken und die aufkommende Angst auszuhalten, um zu lernen, dass diese bewältigt werden kann und von ganz alleine wieder schwächer wird. Die Exposition „in vivo“ („im Lebendigen“) dient der Konfrontation der Situationen, denen Sophia nur mit Vermeidung und Rückversicherungsverhalten begegnet, damit sie lernen kann, dass das befürchtete schlimme Ereignis nicht eintritt und sie der Situation gewachsen ist.

Kognitive Interventionen

In der Therapie kann ebenfalls an den Gedanken gearbeitet werden. Das bedeutet, dass sowohl die Sorgen an sich hinterfragt werden und ihre Wahrscheinlichkeit mit der Realität abgeglichen werden als auch an den Meta-Gedanken, also den Gedanken über die Gedanken (lese hier mehr über Meta-Kognitionen) gearbeitet wird. Außerdem können Grundüberzeugungen, die durch die Biografie entstanden sind (z. B. „die Welt ist ein gefährlicher Ort!“) schrittweise abgebaut werden.

Angewandte Entspannung

Ein Kernsymptom der GAS ist neben den ständigen Sorgen auch die körperliche Unruhe und Anspannung. Diese ist Resultat der körperlichen Symptome der Angst und hängt daher eng mit den Sorgengedanken zusammen. Die angewandte Entspannung beruht auf den Prinzipien der sogenannten „progressiven Muskelrelaxation“ nach Jacobsen (1938) und zielt darauf ab, die körperliche Anspannung aktiv zu beruhigen. In der KVT der generalisierten Angststörung ist es wichtig, dass Patienten auch eigenständig regelmäßig das in der Therapie erlernte Entspannungsverfahren einüben. Methoden der Entspannung inklusive der progressiven Muskelrelaxation erklären wir euch im folgenden Artikel, der sich mit Strategien zur selbstständigen Angstbewältigung beschäftigen wird.

Nachdem der letzte Artikel bereits die Psychoedukation und die Entstehung der generalisierten Angststörung behandelt hat, liegt der besondere Fokus dieses Artikels auf der Exposition in sensu, der wirksamsten Intervention in der Behandlung der generalisierten Angststörung. Was Sophia in den nächsten Wochen erwartet, ist harte Arbeit. Aber sie hat auch die Aussicht, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.

Die Sorgenkonfrontation: Stell dich der Angst

Sophias nächster Behandlungsschritt ist nun die Sorgenkonfrontation. Im Folgenden wollen wir dir den Ablauf einer Therapie grob vorstellen, damit du einen Eindruck von dem Vorgehen bekommen kannst. Es ist jedoch sehr wichtig, diese Schritte gemeinsam mit einem Psychotherapeuten durchzuführen und dich nicht auf eigene Faust auf diese Art und Weise mit deinen Sorgen und Ängsten zu konfrontieren. Wenn du nach Selbsthilfemaßnahmen suchst, kannst Du diese in unserem nächsten Artikel finden.

Bevor die eigentliche Sorgenkonfrontation beginnt, geht es zunächst darum, einen Überblick über die Sorgen zu gewinnen, die im Alltag so häufig auftreten und als Teil von Sophias Normalität trotzdem auch schnell untergehen. In einem Sorgentagebuch hält sie dafür fest, worüber sie sich im Alltag den Kopf zerbricht. Gemeinsam mit ihrem Therapeuten beginnt sie danach, ihre unterschiedlichen Sorgen zu sortieren und in übergeordnete Kategorien einzuteilen. Für Sophia ist es bereits hilfreich, Muster in ihren Sorgen zu erkennen und diese zu ordnen. Die beiden betrachten dabei auch, welche Sorgen für Sophia besonders belastend oder relevant sind. Schnell wird klar: Ein Thema zieht sich durch fast alles, was Sophia beschäftigt: Die Sorge, dass jemand in ihrer Familie tödlich verunglücken könnte. Danach erstellt sie eine Sorgenhierarchie zu diesem Thema, ordnet also verschiedene konkrete Sorgen nach ihrer Belastung. An der Spitze steht die für sie schlimmste denkbare Befürchtung – die Angst, dass ihrem Sohn Lukas etwas auf seinem Schulweg zustoßen könnte. Diese Sorge wählen ihr Therapeut und Sophia für die erste Sorgenkonfrontation aus. Denn das Ziel der Sorgenkonfrontation ist es nicht, alle Sorgen gleichzeitig zu bearbeiten, sondern zunächst gezielt mit einer besonders relevanten und belastenden Befürchtung anzufangen.

Für Sophia wirkt das Ziel der Exposition in sensu zuerst paradox. „Ich denke jeden Tag, ja fast jede Minute an genau diese schlimme Sorge. Wieso soll ich jetzt bewusst noch mehr daran denken?“ Ihr Therapeut nickt verständnisvoll, diese Reaktion kennt er von vielen seiner Patienten. „Das ist eine berechtigte Frage. Aber es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen dem, was Sie den ganzen Tag lang tun, und dem, was wir hier gemeinsam machen wollen.“ Er erklärt ihr, dass ihre alltäglichen Sorgen nie wirklich zu Ende gedacht würden. Sobald ein Gedanke an Lukas‘ Schulweg auftauche, springe sie innerlich sofort weiter zur nächsten Sorge, zu einer Ablenkung, zu dem Versuch, sich zu beruhigen oder das Bild zu verdrängen. „Sie denken zwar ständig an das Schlimme, aber Sie lassen sich nie wirklich darauf ein und denken die Sorgen nicht bis zu ihrem Ende. Sie denken in Worten, nicht in schlimmen Bildern, denn das würde Ihre Emotionen am Ende viel mehr aktivieren und eben dies vermeiden Sie bis jetzt. Genau das wollen wir jetzt ändern.“

Das eigentliche Ziel der Sorgenkonfrontation sei nicht, ihr langfristig noch mehr Angst zu machen, sondern die Angst in dem therapeutisch begleiteten Moment bis ins Maximum zu steigern, sodass Sophia die Erfahrung machen kann, dass sie einen belastenden Gedanken vollständig durchleben kann, ohne davon überwältigt zu werden, und dass die Angst auch wieder nachlässt. „Solange Sie vor Ihrer schlimmsten Befürchtung weglaufen, kann Ihr Kopf gar nicht anders, als Sie weiterhin als brandgefährlich einzustufen. Erst wenn Sie Ihren Sorgen bewusst, konzentriert und bis zum Ende begegnen, können Sie überhaupt die Chance bekommen, etwas Neues über sie zu lernen.“

Er vergleicht ihre bisherige Strategie, die sehr typisch für die generalisierte Angststörung ist, mit dem Blick in ein dunkles Zimmer, vor dem man sich schon lange fürchtet: Solange man immer nur kurz hineinschaut und die Tür gleich wieder schließt, bleibt die Dunkelheit bedrohlich, denn in ihr könnte alles Mögliche lauern. Erst wenn man das Licht anmacht, das Zimmer betritt und sich wirklich umsieht, kann man erkennen, was tatsächlich dort ist und was auch nicht. So verliert das Zimmer seinen bedrohlichen Charakter. Es muss nicht mehr vermieden werden. „Mit Ihren Sorgen ist das genauso. Die Sorgenkonfrontation soll Ihnen die Möglichkeit geben, das Zimmer einmal hell auszuleuchten, indem Sie üben, ganz bei dem Gedanken zu bleiben, der Ihnen am meisten Angst macht. Wir wollen Ihnen so ermöglichen zu erleben, dass Sie mehr aushalten können, als Sie glauben, dass die Bedrohung gar nicht so groß ist, wie sie zunächst scheint, und dass die Angst von ganz alleine weniger wird, wenn wir ihr die Zeit geben abzuklingen“, sagt Sophias Therapeut.

Sophia und ihr Therapeut entwickeln aus ihrer schlimmsten Sorge – dass ihrem Sohn auf seinem Schulweg etwas zustoßen könnte – ein detailliertes Sorgenskript. Ein Sorgenskript ist eine Art inneres Drehbuch, das bis zum Ende Schritt für Schritt durch das befürchtete Szenario führt. Dabei soll dieses besonders deskriptiv sein, sodass bei Sophia die Gefühle aktiviert werden, die sie versucht zu vermeiden und zu kontrollieren. Ihr Skript beginnt an einem vertrauten Ort:

„Ich stehe am Küchenfenster und sehe, wie Lukas auf seinem Schulweg verschwindet. Ich rufe ihm noch hinterher: ‚Denk dran, bei Rot stehenbleiben!‘, aber er ist bereits um die Ecke gebogen. Mein Herz schlägt schneller, ein dumpfes Pochen, das sich bis in meinen Hals hinaufdrängt; die Angst, dass ihm etwas zustoßen könnte, lässt mich nicht los.“

Sophia beschreibt ihre Angst, die Gefühle in ihrem Körper, ihre Gedanken. Gemeinsam mit ihrem Therapeuten aktivieren sie damit bewusst ihre Angst. Das Skript fährt fort und wenig später nimmt das Szenario seinen befürchteten Verlauf: das klingelnde Telefon, die Nummer der Schule auf dem Display.

„Panik ergreift mich, mein Herzschlag beschleunigt sich schmerzhaft. Mit zitternder Stimme nehme ich ab: ‚Ja?‘ ‚Sophia, es gab einen Unfall‘, sagt die Stimme der Sekretärin ernst.“ Das Skript geht im Folgenden auf Details ein. Auf das Worst-Case-Szenario, an das Sophia gar nicht denken will: den Tod eines ihrer Kinder und alle Emotionen, die damit verbunden sind.

Die Wirkung der Sorgenkonfrontation: Wenn Vermeiden zu Bewältigen wird

Als Sophia dieses Skript das erste Mal laut vorliest, spürt sie, wie ihre Angst rasant ansteigt. Ihr Herz rast, ihr wird heiß, am liebsten würde sie abbrechen oder sich ablenken, so wie sie es sonst tut. Genau das soll sie nun aber nicht tun. Ihr Therapeut ermutigt sie, in der Vorstellung zu bleiben, das Bild nicht wegzuschieben, sondern es zu Ende zu denken und die Emotionen dabei in ihrer vollen Stärke zuzulassen, anders als sie es sonst tut. Sophia soll sich in den kommenden Wochen regelmäßig mit ihrem Sorgenskript befassen, indem sie es wiederholt liest oder ihre Stimme dabei aufnimmt und das Skript regelmäßig anhört. Dabei geschieht etwas, das Sophia zunächst überrascht, denn mit jeder Wiederholung wird die Angst etwas geringer. Was beim ersten Mal wie eine unüberwindbare Sturmflut wirkte, wird mit der Zeit zu einer Welle, die zwar noch spürbar ist, sie aber nicht mehr aus dem Gleichgewicht bringt. Sie macht die neue Erfahrung, dass sie ihre Sorgen bis zum Ende denken kann, ohne an ihnen zu zerbrechen, ohne wie befürchtet den Verstand zu verlieren. Auch wenn sich die Gefühle im ersten Moment übermächtig anfühlen, sind sie doch aushaltbar. Und die Vorstellung ist, egal wie schrecklich sie auch sein mag, nicht dasselbe wie das tatsächliche Ereignis.

Diese Erfahrung verändert auch etwas in Sophias Bewertung ihrer eigenen Sorgen, also in ihren Meta-Sorgen. Vorher glaubte sie, dass ihre Gedanken gefährlich wären und sie diese unbedingt stoppen müsste, weil sie sie sonst sicherlich überwältigen würden. Nun lernt sie, dass sie ihnen auch standhalten kann. Es ist, als würde Sophia lernen, dass die Welle, vor der sie bislang immer wegzuschwimmen versuchte, sie zwar kurz unter Wasser drückt, aber sie nicht mit sich reißt. Sie taucht wieder auf. Ihr Therapeut hatte recht: Es geht nicht darum, dass die Sorgen verschwinden, sondern darum, dass Sophia lernt, dass sie ihnen selbstsicher begegnen kann und ihnen so nicht mehr hilflos ausgeliefert ist. Erst dann werden die Sorgen weniger und das Meer beruhigt sich wieder.

Wie behandelt man die generalisierte Angststörung?

In der letzten Reihe auf diesem Blog haben wir bereits die Grundbausteine der Behandlung von Angststörungen beschrieben. Es gibt verschiedene psychotherapeutische Verfahren, eines davon ist die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie, kurz KVT. Für die Behandlung von Angststörungen ist die KVT wissenschaftlich am besten untersucht und wurde als besonders wirksam befunden. Deswegen wird sie in der deutschen S3-Leitlinie, den höchsten wissenschaftlich fundierten Behandlungsempfehlungen, als Verfahren erster Wahl für die Behandlung der generalisierten Angststörung angesehen. Bei 100Fears behandeln wir Angststörungen daher wissenschaftlich fundiert auch mittels KVT.

Sophias Therapeut erklärt ihr, dass die Behandlung der generalisierten Angststörung aus den folgenden Schritten besteht:

Psychoedukation

Sophia soll ihre Ängste besser verstehen lernen. Die Psychoedukation ist bereits in den letzten Wochen im Anschluss an die professionelle Diagnostik (lese hier mehr darüber) erfolgt. Ihr Therapeut hat ihr erklärt, dass Angst eine Emotion mit evolutionärer Funktion ist, die sich in Gefühlen, Gedanken, körperliche Reaktionen und Verhalten äußert (lerne hier mehr darüber). Deswegen versteht Sophia mittlerweile, dass es nicht darum geht, die Sorgen wieder ganz loszuwerden, denn Angst gehört zum Leben dazu und ist als Emotion sehr sinnvoll. Sophias Therapeut hat ihr die Entstehung ihrer Angststörung anhand des Fassmodells erklärt und gemeinsam haben sie ihre Vulnerabilitäten, Auslöser und aufrechterhaltenden Faktoren identifiziert (lese hier mehr darüber). Gerade letztere sind der Ansatzpunkt für eine KVT. Sophias Problem ist nicht die Angst an sich, sondern ihr Vermeidungs- und Rückversicherungsverhalten, das den Sorgen erst Krankheitswert gibt. Das erste Ziel der Therapie ist es, den verstopften Wasserhahn des Fasses wieder zu öffnen, so dass das Wasser ablaufen kann. Danach kann auch an dem hohen Wasserstand, also den Vulnerabilitäten, gearbeitet werden und auslösende Bedingungen sowie Stress können reduziert werden.

Exposition

Exposition bedeutet, sich den angstauslösenden Situationen oder Körperempfindungen gezielt und schrittweise anzunähern, anstatt ihnen auszuweichen. Bei der generalisierten Angststörung entsteht zweierlei Vermeidung: Einerseits die innere Vermeidung, Gedanken zu Ende zu denken und die entstehenden Emotionen in ihrer Fülle wahrzunehmen, und andererseits die Vermeidung äußerer Situationen und Reize. Sophia vermeidet ihre Gedanken und Emotionen, indem sie versucht, sich abzulenken, die Gedanken zu stoppen oder zu unterbrechen, was nur selten gut funktioniert. Auch durch die Rückversicherung versucht sie ihre Emotionen zu vermeiden, zum Beispiel indem sie ihren Mann anruft, sobald er zu spät kommt, um die Angst, dass etwas passiert sein könnte, nicht auszuhalten zu müssen. Außerdem vermeidet Sophia Situationen, die mit ihren Sorgen zusammenhängen, wie das Autofahren. Die Exposition soll ebenfalls beide Vermeidungsmuster konfrontieren. Die Exposition „in sensu“ („in Vorstellung“) wird auch „Sorgenkonfrontation“ genannt und dient dem Zweck, die Sorgen zu Ende zu denken und die aufkommende Angst auszuhalten, um zu lernen, dass diese bewältigt werden kann und von ganz alleine wieder schwächer wird. Die Exposition „in vivo“ („im Lebendigen“) dient der Konfrontation der Situationen, denen Sophia nur mit Vermeidung und Rückversicherungsverhalten begegnet, damit sie lernen kann, dass das befürchtete schlimme Ereignis nicht eintritt und sie der Situation gewachsen ist.

Kognitive Interventionen

In der Therapie kann ebenfalls an den Gedanken gearbeitet werden. Das bedeutet, dass sowohl die Sorgen an sich hinterfragt werden und ihre Wahrscheinlichkeit mit der Realität abgeglichen werden als auch an den Meta-Gedanken, also den Gedanken über die Gedanken (lese hier mehr über Meta-Kognitionen) gearbeitet wird. Außerdem können Grundüberzeugungen, die durch die Biografie entstanden sind (z. B. „die Welt ist ein gefährlicher Ort!“) schrittweise abgebaut werden.

Angewandte Entspannung

Ein Kernsymptom der GAS ist neben den ständigen Sorgen auch die körperliche Unruhe und Anspannung. Diese ist Resultat der körperlichen Symptome der Angst und hängt daher eng mit den Sorgengedanken zusammen. Die angewandte Entspannung beruht auf den Prinzipien der sogenannten „progressiven Muskelrelaxation“ nach Jacobsen (1938) und zielt darauf ab, die körperliche Anspannung aktiv zu beruhigen. In der KVT der generalisierten Angststörung ist es wichtig, dass Patienten auch eigenständig regelmäßig das in der Therapie erlernte Entspannungsverfahren einüben. Methoden der Entspannung inklusive der progressiven Muskelrelaxation erklären wir euch im folgenden Artikel, der sich mit Strategien zur selbstständigen Angstbewältigung beschäftigen wird.

Nachdem der letzte Artikel bereits die Psychoedukation und die Entstehung der generalisierten Angststörung behandelt hat, liegt der besondere Fokus dieses Artikels auf der Exposition in sensu, der wirksamsten Intervention in der Behandlung der generalisierten Angststörung. Was Sophia in den nächsten Wochen erwartet, ist harte Arbeit. Aber sie hat auch die Aussicht, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.

Die Sorgenkonfrontation: Stell dich der Angst

Sophias nächster Behandlungsschritt ist nun die Sorgenkonfrontation. Im Folgenden wollen wir dir den Ablauf einer Therapie grob vorstellen, damit du einen Eindruck von dem Vorgehen bekommen kannst. Es ist jedoch sehr wichtig, diese Schritte gemeinsam mit einem Psychotherapeuten durchzuführen und dich nicht auf eigene Faust auf diese Art und Weise mit deinen Sorgen und Ängsten zu konfrontieren. Wenn du nach Selbsthilfemaßnahmen suchst, kannst Du diese in unserem nächsten Artikel finden.

Bevor die eigentliche Sorgenkonfrontation beginnt, geht es zunächst darum, einen Überblick über die Sorgen zu gewinnen, die im Alltag so häufig auftreten und als Teil von Sophias Normalität trotzdem auch schnell untergehen. In einem Sorgentagebuch hält sie dafür fest, worüber sie sich im Alltag den Kopf zerbricht. Gemeinsam mit ihrem Therapeuten beginnt sie danach, ihre unterschiedlichen Sorgen zu sortieren und in übergeordnete Kategorien einzuteilen. Für Sophia ist es bereits hilfreich, Muster in ihren Sorgen zu erkennen und diese zu ordnen. Die beiden betrachten dabei auch, welche Sorgen für Sophia besonders belastend oder relevant sind. Schnell wird klar: Ein Thema zieht sich durch fast alles, was Sophia beschäftigt: Die Sorge, dass jemand in ihrer Familie tödlich verunglücken könnte. Danach erstellt sie eine Sorgenhierarchie zu diesem Thema, ordnet also verschiedene konkrete Sorgen nach ihrer Belastung. An der Spitze steht die für sie schlimmste denkbare Befürchtung – die Angst, dass ihrem Sohn Lukas etwas auf seinem Schulweg zustoßen könnte. Diese Sorge wählen ihr Therapeut und Sophia für die erste Sorgenkonfrontation aus. Denn das Ziel der Sorgenkonfrontation ist es nicht, alle Sorgen gleichzeitig zu bearbeiten, sondern zunächst gezielt mit einer besonders relevanten und belastenden Befürchtung anzufangen.

Für Sophia wirkt das Ziel der Exposition in sensu zuerst paradox. „Ich denke jeden Tag, ja fast jede Minute an genau diese schlimme Sorge. Wieso soll ich jetzt bewusst noch mehr daran denken?“ Ihr Therapeut nickt verständnisvoll, diese Reaktion kennt er von vielen seiner Patienten. „Das ist eine berechtigte Frage. Aber es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen dem, was Sie den ganzen Tag lang tun, und dem, was wir hier gemeinsam machen wollen.“ Er erklärt ihr, dass ihre alltäglichen Sorgen nie wirklich zu Ende gedacht würden. Sobald ein Gedanke an Lukas‘ Schulweg auftauche, springe sie innerlich sofort weiter zur nächsten Sorge, zu einer Ablenkung, zu dem Versuch, sich zu beruhigen oder das Bild zu verdrängen. „Sie denken zwar ständig an das Schlimme, aber Sie lassen sich nie wirklich darauf ein und denken die Sorgen nicht bis zu ihrem Ende. Sie denken in Worten, nicht in schlimmen Bildern, denn das würde Ihre Emotionen am Ende viel mehr aktivieren und eben dies vermeiden Sie bis jetzt. Genau das wollen wir jetzt ändern.“

Das eigentliche Ziel der Sorgenkonfrontation sei nicht, ihr langfristig noch mehr Angst zu machen, sondern die Angst in dem therapeutisch begleiteten Moment bis ins Maximum zu steigern, sodass Sophia die Erfahrung machen kann, dass sie einen belastenden Gedanken vollständig durchleben kann, ohne davon überwältigt zu werden, und dass die Angst auch wieder nachlässt. „Solange Sie vor Ihrer schlimmsten Befürchtung weglaufen, kann Ihr Kopf gar nicht anders, als Sie weiterhin als brandgefährlich einzustufen. Erst wenn Sie Ihren Sorgen bewusst, konzentriert und bis zum Ende begegnen, können Sie überhaupt die Chance bekommen, etwas Neues über sie zu lernen.“

Er vergleicht ihre bisherige Strategie, die sehr typisch für die generalisierte Angststörung ist, mit dem Blick in ein dunkles Zimmer, vor dem man sich schon lange fürchtet: Solange man immer nur kurz hineinschaut und die Tür gleich wieder schließt, bleibt die Dunkelheit bedrohlich, denn in ihr könnte alles Mögliche lauern. Erst wenn man das Licht anmacht, das Zimmer betritt und sich wirklich umsieht, kann man erkennen, was tatsächlich dort ist und was auch nicht. So verliert das Zimmer seinen bedrohlichen Charakter. Es muss nicht mehr vermieden werden. „Mit Ihren Sorgen ist das genauso. Die Sorgenkonfrontation soll Ihnen die Möglichkeit geben, das Zimmer einmal hell auszuleuchten, indem Sie üben, ganz bei dem Gedanken zu bleiben, der Ihnen am meisten Angst macht. Wir wollen Ihnen so ermöglichen zu erleben, dass Sie mehr aushalten können, als Sie glauben, dass die Bedrohung gar nicht so groß ist, wie sie zunächst scheint, und dass die Angst von ganz alleine weniger wird, wenn wir ihr die Zeit geben abzuklingen“, sagt Sophias Therapeut.

Sophia und ihr Therapeut entwickeln aus ihrer schlimmsten Sorge – dass ihrem Sohn auf seinem Schulweg etwas zustoßen könnte – ein detailliertes Sorgenskript. Ein Sorgenskript ist eine Art inneres Drehbuch, das bis zum Ende Schritt für Schritt durch das befürchtete Szenario führt. Dabei soll dieses besonders deskriptiv sein, sodass bei Sophia die Gefühle aktiviert werden, die sie versucht zu vermeiden und zu kontrollieren. Ihr Skript beginnt an einem vertrauten Ort:

„Ich stehe am Küchenfenster und sehe, wie Lukas auf seinem Schulweg verschwindet. Ich rufe ihm noch hinterher: ‚Denk dran, bei Rot stehenbleiben!‘, aber er ist bereits um die Ecke gebogen. Mein Herz schlägt schneller, ein dumpfes Pochen, das sich bis in meinen Hals hinaufdrängt; die Angst, dass ihm etwas zustoßen könnte, lässt mich nicht los.“

Sophia beschreibt ihre Angst, die Gefühle in ihrem Körper, ihre Gedanken. Gemeinsam mit ihrem Therapeuten aktivieren sie damit bewusst ihre Angst. Das Skript fährt fort und wenig später nimmt das Szenario seinen befürchteten Verlauf: das klingelnde Telefon, die Nummer der Schule auf dem Display.

„Panik ergreift mich, mein Herzschlag beschleunigt sich schmerzhaft. Mit zitternder Stimme nehme ich ab: ‚Ja?‘ ‚Sophia, es gab einen Unfall‘, sagt die Stimme der Sekretärin ernst.“ Das Skript geht im Folgenden auf Details ein. Auf das Worst-Case-Szenario, an das Sophia gar nicht denken will: den Tod eines ihrer Kinder und alle Emotionen, die damit verbunden sind.

Die Wirkung der Sorgenkonfrontation: Wenn Vermeiden zu Bewältigen wird

Als Sophia dieses Skript das erste Mal laut vorliest, spürt sie, wie ihre Angst rasant ansteigt. Ihr Herz rast, ihr wird heiß, am liebsten würde sie abbrechen oder sich ablenken, so wie sie es sonst tut. Genau das soll sie nun aber nicht tun. Ihr Therapeut ermutigt sie, in der Vorstellung zu bleiben, das Bild nicht wegzuschieben, sondern es zu Ende zu denken und die Emotionen dabei in ihrer vollen Stärke zuzulassen, anders als sie es sonst tut. Sophia soll sich in den kommenden Wochen regelmäßig mit ihrem Sorgenskript befassen, indem sie es wiederholt liest oder ihre Stimme dabei aufnimmt und das Skript regelmäßig anhört. Dabei geschieht etwas, das Sophia zunächst überrascht, denn mit jeder Wiederholung wird die Angst etwas geringer. Was beim ersten Mal wie eine unüberwindbare Sturmflut wirkte, wird mit der Zeit zu einer Welle, die zwar noch spürbar ist, sie aber nicht mehr aus dem Gleichgewicht bringt. Sie macht die neue Erfahrung, dass sie ihre Sorgen bis zum Ende denken kann, ohne an ihnen zu zerbrechen, ohne wie befürchtet den Verstand zu verlieren. Auch wenn sich die Gefühle im ersten Moment übermächtig anfühlen, sind sie doch aushaltbar. Und die Vorstellung ist, egal wie schrecklich sie auch sein mag, nicht dasselbe wie das tatsächliche Ereignis.

Diese Erfahrung verändert auch etwas in Sophias Bewertung ihrer eigenen Sorgen, also in ihren Meta-Sorgen. Vorher glaubte sie, dass ihre Gedanken gefährlich wären und sie diese unbedingt stoppen müsste, weil sie sie sonst sicherlich überwältigen würden. Nun lernt sie, dass sie ihnen auch standhalten kann. Es ist, als würde Sophia lernen, dass die Welle, vor der sie bislang immer wegzuschwimmen versuchte, sie zwar kurz unter Wasser drückt, aber sie nicht mit sich reißt. Sie taucht wieder auf. Ihr Therapeut hatte recht: Es geht nicht darum, dass die Sorgen verschwinden, sondern darum, dass Sophia lernt, dass sie ihnen selbstsicher begegnen kann und ihnen so nicht mehr hilflos ausgeliefert ist. Erst dann werden die Sorgen weniger und das Meer beruhigt sich wieder.

Fazit

Die generalisierte Angststörung wird behandelt, indem man in erster Linie aktiv auf die Sorgen zugeht. Diese Exposition kann durch weitere Behandlungsbausteine ergänzt werden. Durch die Exposition in sensu und die darauffolgende Exposition in vivo sowie die Arbeit an nicht hilfreichen Gedanken wird Sophias Leben zunehmend leichter. Sie muss ihrer Angst nicht mehr ausweichen und sie gewinnt wieder an Selbstvertrauen, besonders im Umgang mit ihren Sorgen. Melde dich bei 100Fears, wenn Sorgen auch dein Leben belasten. Wir unterstützen dich mit einer professionellen und wissenschaftlich fundierten Behandlung, damit dein Leben wieder an Leichtigkeit gewinnt.

Autorin

Lea Anthes
Psychologin M. Sc., Psycho­logische Psychotherapeutin in Ausbildung, Bloggerin bei 100Fears

Fachlich geprüft von

Marco Schneider
Psychologe, M. Sc., ­Psycho­logischer Psychotherapeut, Inhaber
Textquellen

S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen (Version 2.0).
Bandelow, B., Aden, I., Alpers, G. W., Benecke, A., Benecke, C., Beutel, M. E., Deckert, J., Domschke, K., Eckhardt-Henn, A., Geiser, F., Gerlach, A. L., Harfst, T., Hau, S., Hoffmann, S., Hoyer, J., Hunger-Schoppe, C., Kellner, M., Köllner, V., Kopp, I. B., … Zwanzger, P. (2021). Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Generalisierte Angststörung.
Becker, E. & Hoyer, J. (2005, 1. Aufl.). Hogrefe.

Generalisierte Angststörung. Ein Therapieprogramm.
Becker, E. & Margraf, J. (2007, 1. Aufl.). Beltz.

Expositionsverfahren: Techniken der Verhaltenstherapie.
Neudeck, P. (2015,
1.Aufl.). Beltz.

Leitlinienorientierte Psychotherapie.
Rief, W., Hautzinger, M., Lincoln, T., Margraf, J. & Tuschen-Caffier, B. (2024, 1. Aufl.). Hogrefe.

Wissenschaftlich
fundierte Selbsthilfe­literatur

Lass die Angst ziehen: Den Sorgenkreislauf durchbrechen und angstfrei leben.
Callesen, P. & Futtrup, A. M. (2021, 1. Aufl.). Beltz.

Meistern Sie Angst und Sorgen! Generalisierte Angststörung bewältigen: Ein Patientenmanual.
Craske, M. G., & Barlow, D. H. (2015).
 Hogrefe.

Ratgeber Generalisierte Angststörung: Informationen für Betroffene und Angehörige.
Hoyer, J., Beesdo-Baum, K. & Becker, E. S. (2016, 2. Aufl.). Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie: Band 15. Hogrefe.

Wir sind stärker als die Angst: Das Anti-Sorgen-Grübel-Panik-Buch für Mütter.
Mathur, A. (2022,
1. Aufl.). Beltz.

Diese und viele weitere Bücher stehen in den Praxen von 100Fears für Sie zur Ausleihe bereit.


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